„Global Wealth Report“: Rund 46,8 Millionen Millionäre weltweit

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Das weltweite Vermögen ist im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 360 Billionen US-Dollar gestiegen, und das Vermögen pro Erwachsenen erreichte einen neuen Höchststand von fast 71.000 US-Dollar.

Das Credit Suisse Research Institute, das zur internationalen Bank Credit Suisse gehört, hat kürzlich die zehnte Ausgabe seines Global Wealth Report veröffentlicht, eine umfassende und aktuelle Informationsquelle zum weltweiten Vermögen privater Haushalte. Das Kernergebnis: Das weltweite Vermögen ist im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 360 Billionen US-Dollar gestiegen, und das Vermögen pro Erwachsenen erreichte einen neuen Höchststand von fast 71.000 US-Dollar. Dies liegt 1,2 Prozent über dem Niveau von Mitte 2018. Die USA, China und Europa trugen mit 3,8, 1,9 beziehungsweise 1,1 Billionen US-Dollar am stärksten zum weltweiten Vermögenszuwachs bei.

Schätzungen ergeben für Mitte 2019 eine Zahl von 46,8 Millionen Millionären weltweit, ein Zuwachs um 1,1 Millionen gegenüber 2018. Über die Hälfte dieses Anstiegs geht auf die USA zurück – hier erhöhte sich die bereits beträchtliche Zahl von Millionären um weitere 675.000 Personen. Der Rückgang des durchschnittlichen Vermögens in Australien ging mit einem Minus von 124.000 Millionären einher. Andernorts waren die entsprechenden Verluste relativ überschaubar und betrugen etwa 27.000 in Großbritannien und 24.000 in der Türkei.

Erbschaften wichtige Vermögensquelle für Frauen

Eine interessante Aussage des Global Wealth Report des Credit Suisse Research Institute: „Das Vermögen der Frauen ist in den meisten Ländern im Vergleich zu dem der Männer gestiegen – aufgrund ihrer stärkeren Erwerbsbeteiligung, einer ausgewogeneren Vermögensaufteilung zwischen Ehepartnern und weiterer Faktoren.“ Erbschaften seien traditionell für Frauen eine wichtigere Vermögensquelle als für Männer. Dies erkläre sich zum Teil dadurch, dass sie wegen geringerer Einkommen nur bedingt selbst Vermögen aufbauen konnten, zum Teil durch Verwitwung und zu einem weiteren Teil dadurch, dass Frauen aufgrund ihrer höheren Lebensdauer länger an ihrer Erbschaft festhielten als männliche Erben. Die schwächere Vererbung von Vermögen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe zu einer Verringerung des relativen Vermögens von Frauen beigetragen, da diese stärker auf Erbschaften angewiesen seien.

Übrigens: Das globale Vermögen wird Schätzungen zufolge in den nächsten fünf Jahren um 27 Prozent steigen und im Jahr 2024 459 Billionen US-Dollar erreichen. Auch die Zahl der Millionäre wird in den kommenden fünf Jahren spürbar auf fast 63 Millionen steigen, bei den Schwerreichen (Nettovermögen von mindestens 100 Millionen US-Dollar) wird ein Zuwachs auf 234.000 erwartet.

ABOUT THE AUTHOR: Stephanie Baab

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