Sparer müssen das richtige Konzept beim Fonds finden

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Laut einer BVI-Umfrage verwalteten die Gesellschaften zur Jahresmitte 2019 rund 1.440 Milliarden Euro für Altersvorsorgezwecke. Viel Geld ist fürs Alter angelegt.

Die Fondswirtschaft spielt in der Altersvorsorge eine bedeutende Rolle. Das hat eine Studie des deutschen Fondsverbands BVI ergeben. Laut einer BVI-Umfrage verwalteten die Gesellschaften zur Jahresmitte 2019 rund 1.440 Milliarden Euro für Altersvorsorgezwecke. Dies entspricht 45 Prozent des verwalteten Gesamtvermögens der Fondsbranche. Im Vergleich zur Jahresmitte 2017 ist das ein Zuwachs um 280 Milliarden Euro. Von den für die Altersvorsorge betreuten Vermögen entfallen derzeit 1.040 Milliarden Euro auf Spezialfonds, 230 Milliarden Euro auf Publikumsfonds und 170 Milliarden Euro auf Mandate. Dahinter stehen vor allem kapitalbildende Versicherungen mit 540 Milliarden Euro und die betriebliche Altersvorsorge mit 450 Milliarden Euro. Weitere 290 Milliarden Euro stammen von berufsständischen Versorgungswerken. Die übrigen 160 Milliarden Euro verteilen sich auf geförderte und ungeförderte Fondssparpläne sowie die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes.

Ist ein Fonds defensiv oder offensiv aufgestellt?

Wichtig ist aber, dass Sparer das richtige Konzept beim Fonds finden. Im Mittelpunkt stehen natürlich die strategische Ausrichtung, die Zusammensetzung des Fonds und die bisherigen Ergebnisse. Ist ein Fonds defensiv oder offensiv aufgestellt? Werden viele substanzstarke Aktien mit hohen Dividendenzahlungen eingesetzt oder eher Wachstumstitel, bei denen hohe Kurssprünge, aber genauso auch kurzfristig überdurchschnittliche Verluste möglich sind? Hat der Fonds in der Vergangenheit dauerhaft positive Ergebnisse erzielt oder sind hohe Schwankungen ersichtlich? Und besteht Kontinuität im Fondsmanagement? Das sind die wichtigsten Fragen, auf die ein Anleger Antworten braucht, um eine Anlageentscheidung zu treffen.

Dabei spielt auch die Unabhängigkeit des Beraters eine entscheidende Rolle. Im besten Falle kann er auf so gut wie alle Produkte am Markt zugreifen und bietet nicht nur einen Fonds an; die Erfolgsaussichten bei nur einem Angebot sind zu gering und können der Vielfalt der Geldanlage der heutigen Zeit nicht gerecht werden.

ABOUT THE AUTHOR: Stephanie Baab

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