Vermögen der Deutschen wächst schneller als die Schulden

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Das Geldvermögen der Deutschen war Ende des vergangenen Jahres so hoch wie nie zuvor. Brutto waren es 126 Milliarden mehr und damit insgesamt knapp 6,5 Billionen Euro.

Die Bundesbank hat mal wieder das Vermögen der Deutschen analysiert – und kommt zu einem Rekordergebnis. Das Geldvermögen der Deutschen war Ende des vergangenen Jahres so hoch wie nie zuvor. Brutto waren es 126 Milliarden mehr und damit insgesamt knapp 6,5 Billionen Euro. Das Plus gegenüber Ende 2018 liegt bei 435 Milliarden Euro. Und Immobilien, die in Deutschland traditionell einen enormen privaten Vermögenswert darstellen, bleiben dabei völlig unberücksichtigt. Zugleich hat sich die Aufnahme neuer Schulden erheblich verlangsamt: Die Verbindlichkeiten der Deutschen stiegen dagegen im vierten Quartal um 16 Milliarden auf 1876 Milliarden Euro, also knapp 1,9 Billionen. Gegenüber dem Vorjahr waren es 83 Milliarden Euro mehr.

Hohes Geldvermögen wird aufgestockt

„Die Bundesbank führt das gesamte höhere Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland vor allem auf Bewertungsgewinne von 67 Milliarden Euro im vierten Quartal zurück. Das bezieht sich in erster Linie auf die gute Entwicklung an der Börse. Daneben hätten die Deutschen ihre Bargeldbestände und Sichteinlagen auf Bankkonten von Oktober bis Dezember um 52 Milliarden Euro auf knapp 1,8 Billionen aufgestockt“, heißt es in einem Artikel in der Tageszeitung „Mannheimer Morgen“.

Spareinlagen verzeichneten 574 Milliarden Euro, der Bestand an Anteilen von Investmentfonds erhöhte sich von 650 auf 680 Milliarden Euro.  Insgesamt belief sich das Aktienvermögen der Deutschen Ende vergangenen Jahres auf knapp 703 Milliarden Euro, das waren dank der guten Kursentwicklung 113 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor.

Die Studie lässt jedoch den Einfluss der Corona-Pandemie auf die Vermögen unberücksichtigt. Die weltweiten Kapitalmärkte hatten in der Spitze mehr als 30 Prozent verloren und erholen sich nur langsam und schwankend. Daher kann es sein, dass das Vermögen in dem Zuge geschrumpft ist.

ABOUT THE AUTHOR: Stephanie Baab

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